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Wissenswertes zum Thema Holz

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Ahorn

Der Ahorn gehört zu den Laubbäumen. In Asien und Amerika gibt es eine größere Artenvielfalt als hier in Europa.

Das Holz des Ahorns gehört zu den Edelhölzern ist aber auch als Brennholz sehr begehrt. Dafür werden meist krumme Stämme und starke Äste verwendet. Besonders beliebt ist das gelblich weiße Holz für die Herstellung von Musikinstrumenten, Spielzeug oder Möbel.

Heizwert: 1.675 kW*h/rm

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Anheizklappe

Eine Anheizklappe ist eine "Kurzschlussklappe" für die Rauchgase.

Passende Nachheizflächen speziell bei keramischen Zügen von Speicheröfen sind für den optimierten Wirkungsgrad willkommen. Doch bei ungünstiger Witterung kann der Schornsteinzug nicht stark genug sein, um die Heizgase aus dem Feuerraum durch diese langen Wege zu ziehen. Der Ofen qualmt und zieht nicht. Dafür gibt es eine "Abkürzung" welche mit dieser Anheizklappe auf oder zu geschaltet wird. Ist der Ofen "durchgestartet" bzw. der Schornsteinzug aufgebaut, dann wird diese wieder geschlossen und die Rauchgase gehen jetzt problemlos den längeren Weg. Anheizklappen gibt es mit Handklappe oder auch automatisch gesteuert mit einem kleinen Elektromotor.

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Außenluft

Neue Häuser sind meist dicht gebaute Niedrigenergiehäuser. Die notwendige Verbrennungsluft muß daher von außen zugeführt werden.

Schnell werden 100m3 Luft pro Stunde verbraucht, die nicht mehr über undichte Fenster und Türen nachströmen können. Ebenso stören oft Klima- und Lüftungsgeräte den Betrieb eines Holzofens. Für diese Fälle wird dem geschlossenen Holzfeuerraum die Verbrennungsluft durch einen Luftkanal direkt zugeführt.

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Axt

Eine scharfe Schneide ist die Voraussetzung für eine gute Axt.

Eine Axt besteht im allgemeinen aus einem Keil aus Eisen, der auf einem Holzstab – dem Stiel – befestigt ist.

Die Axt ist eines der ältesten Werkzeuge der Menschheit und war ursprünglich ein Allzweckwerkzeug, das auch als Waffe diente. Sie wird heutzutage zur Bearbeitung von Holz verwendet. (Abb. 1)

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Asche

Holzasche hilft gegen sauren Boden im Garten.

Verwenden Sie nur Holzasche aus der Verbrennung von unbehandeltem Holz.

Holzasche enthält eine Reihe wertvoller Salze, vor allem Pottasche (Kaliumkarbonat). Sie erhöht den pH-Wert des Bodens. Rasenflächen oder Beetpflanzen (Vorsicht bei Kartoffeln: sie werden schorfig) danken es Ihnen. Als Richtwert gelten maximal 3 Liter Asche pro 10 m2 Fläche im Jahr. Holzasche kann auch unter den Kompost gemischt werden. Sie sollte dabei schichtweise in kleineren Mengen unter den Kompost gemischt werden.

Asche sollte einige Tage in einem feuerfesten Behälter aufbewahrt werden, dies verhindert, dass glühende Rückstände Brände verursachen.

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Altholzhackschnitzel

Altholzhackschnitzel werden aus Altholz hergestellt und in verschiedene Qualitäten unterteilt.

Altholz wird in die Kategorien A1 unbehandelt, A2 unbelastet, A3 und A4 belastet unterschieden. Für kleinere Anlagen ist nur das Sortiment A1 erlaubt. Altholz hat den Vorteil des geringen Wassergehaltes.

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Brennwerte Holz

Holz hat unteschiedliche Brennwerte. Eine genaue Aufstellung der Holzarten und Brennwerte finden Sie hier.

Definition:

Im Unterschied zum Heizwert ist der Brennwert (H0, früher auch „oberer Heizwert") definiert als die bei der vollständigen Oxidation eines Brennstoffs freigesetzte Wärmemenge, die verfügbar wird, wenn auch die Kondensations wärme des bei der Verbrennung gebildeten Wasserdampfs nutzbar gemacht wird. Dazu müssen die Abgase so tief abgekühlt werden, dass der gebildete Wasserdampf kondensieren kann, um auch die Kondensations wärme freizusetzen. Das heißt, dass das Wärmenutzungssystem, das den Brennwert des Brennstoffs ausnutzen soll, auf sehr niedrige Temperaturen ausgelegt sein muss, damit im Wärmetauscher eine Absenkung der Abgastemperaturen unter den Taupunkt überhaupt gelingt. Wenn sowohl der Wärmetauscher als auch die Wärmenutzung (z. B. bei Niedertemperaturheizung) hierauf eingerichtet sind spricht man vom „Brennwertkessel" oder von „Brennwerttechnik"). Derartige technische Lösungen sind bei kleineren Biomassefeuerungen jedoch noch selten; daher wird der Energieinhalt des Brennstoffs im Regelfall mit dem Heizwert angegeben.

Brennwerte: siehe (Abb. 1)

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Birke

Die Birke ist ein Laubgewächs, das als Pionierpflanze gilt, da sie auf freiem Gelände die erste Baumart darstellt.

Birkenholz eignet sich gut als dekoratives Kaminholz. Die ätherischen Öle lassen Birkenholz sogar in frischem Zustand brennen. Die Rinde ist gut zum Anbrennen eines Feuers geeignet.

Heizwert: 1.810 kW*h/rm

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Buche

Die glatte, raue Rinde der Buche ist das Erkennungszeichen dieses Laubbaumes.

Die Buche ist mit Abstand die wichtigste Laubholzart. Ihr Anteil an der Gesamtwaldfläche der Bundesrepublik Deutschland beträgt etwa 20 %. Der hohe Heizwert der Buche macht es als Brennholz besonders attraktiv. Es lässt sich gut spalten.

Heizwert: 1.850 kW*h/rm

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Biomasse

Als Biomasse wird die auf der Erde vorhandene organische Substanz in lebenden, toten oder zersetzten Organismen bzw. deren Exkrementen bezeichnet.

Kohlenstoff ist die biochemische Grundlage jeglicher Biomasse. Biomasse entsteht durch die von grünen Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie.

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Brennraum

Der Brennraum ist das am meisten belastete Bauteil. Er soll mechanisch und thermisch durchdacht sein.

Hier entstehen Temperaturen bis über 1000C.

Ein großer Teil der im Holzofen freigesetzten Energie und Wärme (bis zu 50%) wird über den Brennraum abgegeben. Es ist immer darauf zu achten, dass schnell zu zündfähigen Temperaturen über 600C angeheizt wird, ein zu langer Anheizvorgang ist zu vermeiden.

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Brennholz lang

An gut befahrbaren Waldwegen findet man oft aufgeschichtete längere Baumstämme. Die Verkaufseinheit ist ein Festmeter (1 m3 reine Holzmasse ohne Zwischenräume).

Die Menge wird vom Forstamt geschätzt oder mittels Durchmesser und Länge errechnet. Brennholz lang ist im Vergleich zu Schichtholz preiswerter, da keine zusätzliche Arbeitszeit für schneiden und stapeln anfallen.

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Barbecue

Wörtlich übersetzt heißt Barbecue Niedertemperaturgarweise mit Holzgeschmack. Ein Indianerstamm auf Haiti hat den Begriff Barbecue geprägt.

Es beschreibt die Tätigkeit einen Holzspiess über dem Feuer zu halten und zu braten. Mit den Kreolen kam das Wort nach Amerika. Heute definiert der Begriff grilliertes Fleisch, für gewürzte Grilladen. Wann das Würzen begann, ist nicht genau bekannt. Sicher ist, dass die Kreolen das Barbecue wesentlich beeinflusst haben.

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Brennholz

Brennholz wird in verschiedenen Formen angeboten. Die gebräuchlichsten Formen sind: Flächenlos, Schichtholz und Brennholz lang

Flächenlos

Wer Spaß am Holzschlagen hat, kann den zuständigen Förster um ein Stück Wald bitten, auf dem Restholz verblieben ist. Hier kann er sein Holz selbst aufarbeiten. Manchenorts nennt man diese Form des Heizholzverkaufes "Reisschlag". Es ist die preiswerteste Möglichkeit Brennholz zu bekommen, aber auch die arbeitsintensivste.

Schichtholz

Holzstücke aus Stammteilen oder stärkeren Ästen, die etwa einen Meter lang sind, werden zu Stößen aufgeschichtet. Verkauft wird ein Raummeter, (1 m lang x 1 m breiter x 1 m tiefer Holzstoß) mit Luftzwischenräumen. 1 Raummeter entspricht 0,7 m3 reiner Holzmasse ohne Rinde. Die arbeitsintensive Aufbereitung verlangt einen höheren Preis.

Brennholz lang

An gut befahrbaren Waldwegen findet man oft aufgeschichtete längere Baumstämme. Die Verkaufseinheit ist ein Festmeter (1 m3 reine Holzmasse ohne Zwischenräume). Die Menge wird vom Forstamt geschätzt oder mittels Durchmesser und Länge errechnet. Brennholz lang ist im Vergleich zu Schichtholz preiswerter, da keine zusätzliche Arbeitszeit für schneiden und stapeln anfallen.

Übrigens:

Nichts gewinnt so sehr durch das Alter wie Brennholz, Wein, Freundschaften und Bücher.

Sir Francis von Verulam Bacon, (1561 - 1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften

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Kohlenstoffdioxid (Co2)

Kohlenstoffdioxid (meist Kohlendioxid genannt) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff.

Kohlendioxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Es ist mit einer Konzentration von ca. 0,04 % (derzeit 381 ppm entspr. 0,0381%) ein natürlicher Bestandteil der Luft und entsteht sowohl bei der vollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen unter ausreichendem Sauerstoff als auch im Organismus von Lebewesen als Kuppelprodukt der Zellatmung. Das CO2 wird dabei über den Atem abgegeben. Umgekehrt sind Pflanzen, manche Bakterien und Archaeen in der Lage, CO2 durch die Kohlenstoffdioxid-Fixierung in Biomasse umzuwandeln. (Abb. 1) So produzieren Pflanzen beispielsweise bei der Photosynthese aus anorganischem CO2 Glukose. Atmungs-Kohlendioxid stellt den größten Teil des Anteils in der Luft.

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Dünnholz

Waldholz mit einem Durchmesser von bis zu zwanzig Zentimetern nennt man Dünnholz.

Es gilt als Industrierundholz mit Qualitätsanforderungen wie beim Faserholz.

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Eiche

Das Holz der Eiche hat einen hohen Heizwert, brennt lange und hat nur wenig Funkenflug.

Es lässt sich lange lagern und kann mit einem Beil von Hand gespalten werden. Allerdings ist das Flammenbild nicht so schön wie bei Birke, Buche oder Obsthölzern.

Heizwert: 1.890 kW*h/rm

Übrigens

Der Volksmund legt nahe, dass Eichen häufiger als andere Bäume vom Blitz getroffen werden („Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“). Diese Aussage trifft allerdings nicht zu.

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Esche

Das harte Holz der Esche lässt sich kaum mit der Hand spalten und ist als edles einheimisches Holz vergleichsweise teuer, so dass es kaum als Brennholz verwendet wird.

Heizwert: 1.870 kW*h/rm

Übrigens:

In der germanischen Mythologie war die Esche, die riesenhafte immergrüne Weltesche, unter deren Bild man sich das ganze Weltgebäude vorstellte.

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Erle

Das Holz der Erle brennt auch in frisch geschlagenem Zustand.

Es ist allerdings wegen seines geringen Heizwertes nicht so gut als Brennholz geeignet.

Heizwert: 1.400 kW*h/rm

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Erneuerbare-Energie-Gesetz

Ziel des EEG ist es, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Stromversorgung zu steigern.

Schon seit 1991 förderte das "Stromeinspeisungsgesetz" die Stromerzeugung auf Basis Erneuerbarer Energien. Am 1. April 2000 wurde es abgelöst durch das "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien" – kurz: Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das EEG gab noch stärkere Anreize, in die regenerativen Energien zu investieren und sollte dazu beitragen, den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2010 mindestens zu verdoppeln.

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Energiepflanze

Eine Energiepflanze ist eine Pflanze die mit dem Hauptziel der technischen Energienutzung angebaut wird.(siehe auch Rohstoffpflanze)

Der Begriff wird alternativ auch für Pflanzen verwendet, die sich besonders gut für die energetische Nutzung eignen. Wild wachsende Pflanzen, die z.B. als Brennholz energetisch genutzt werden, gelten nicht als Energiepflanze.

Die Bezeichnung einer Pflanze als Energiepflanze schließt nicht aus, dass diese Pflanze auch für andere Zwecke geeignet ist, wie etwa der Nahrungsmittelproduktion.

Durch den Einsatz von Energiepflanzen sollen Energieträger kostengünstig und ökologisch bereitgestellt werden. Energieträger sind die getrocknete Pflanze selbst (z.B. verarbeitet zu Pellets zur direkten Verbrennung), flüssige Kraftstoffe (Bioethanol, Pflanzenöle, Biodiesel, BTL) und Biogas.

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Feuer in Wald und Feld

Sand, Kies oder Erde sind geeignete Böden für ein offenes Feuer in freier Natur.

Torfgelände und die Nähe von Büschen und Bäumen sind zu meiden. Legen Sie Steine rings um die Feuerstelle. Suchen Sie trockene Holzstücke und Zweige. Auch an nassen Tagen kann man unter dicht bewachsenen Fichten trockenes Holz finden.

Schichten Sie kleinere Holzstücke auf. Wenn alles angebrannt ist, Machen Sie zuerst Feuer aus legen Sie nach und nach größere Holzstücke auf.

Löschen Sie die Feuerstelle, bevor Sie sie verlassen mit Wasser oder Erde. Beseitigen Sie so gut es geht alle Spuren des Feuers.

Beachten Sie die Waldbrandstufen!

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Feinstaub

Der Fokus bei der Definition der Feinstaubbelastung liegt auf dem einatembaren Anteil der Immissionen.

Feinstaub kann sowohl aus natürlichen wie auch aus anthropogenen Quellen stammen. Welche Quelle an welchem Ort dominiert, hängt von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten ab.

Hauptverursacher des anthropogenen Anteils am Feinstaub in Deutschland sind laut Bundesumweltministerium, Stand 2001:

  • die Industrie: 60 kt/a
  • Privathaushalte und Kleinverbraucher: 33 kt/a
  • Straßenverkehr (ohne Reifen- und Bremsenabrieb): Dieselmotoren (siehe: Dieselruß): 29 kt/a
  • Elektrizitäts- und Fernheizwerke: 19 kt/a
  • übriger Verkehr: 16 kt/a
  • Schüttgutumschlag: 8 kt/a
  • Industriefeuerungen: 6 kt/a
  • [1 kt/a = 1000 t(Tonnen)/Jahr]

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    Fichte

    Die Fichte wurde oft als Monokultur angebaut, da es ein schnell wachsendes Holz ist. Ihre Jahresringe sind sehr charakteristisch.

    Im Frühling wachsen sie hell und werden im Laufe des Jahres immer dunkler. An den Jahresringen kann man den Standort und die Witterungsverhältnisse eines Baumes erkennen.

    Heizwert: 1.600 kW*h/rm

    Übrigens:

    ist fälschlicherweise im allgemeinen Sprachgebrauch mit dem weihnachtlichen Tannenbaum meist die Fichte gemeint.

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    Flächenlos

    Wer Spaß am Holzschlagen hat, kann den zuständigen Förster um ein Stück Wald bitten, auf dem Restholz verblieben ist.

    Hier kann er sein Holz selbst aufarbeiten. Manchenorts nennt man diese Form des Heizholzverkaufes "Reisschlag". Es ist die preiswerteste Möglichkeit Brennholz zu bekommen, aber auch die arbeitsintensivste.

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    Fossile Energie

    Unter Fossiler versteht man Energievorräte (Erdöl, Erdgas), die vor Jahrmillionen aus Biomasse entstanden sind.

    Diese werden nur abgebaut. Energie zum "Plünderungstarif" ist auch ein Ausdruck dafür, denn es wird nur der Preis für Abbau und Transport berechnet. Diese Energien sind nicht unendlich, Ihre Nutzung hat zeitliche Grenzen und wird zu einer starken Verteuerung in den kommenden Jahren führen. Heute wird In einem Jahr abgebaut, was die Natur über Hunderte Millionen von Jahren erzeugt und in sich gespeichert hat.

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    Füllmenge

    Die Füllmenge ist für einen Feuerraum und mit dem dazugehörigen System abgestimmt.

    Eine zu kleine oder zu große Füllmenge vermindert den Wirkungsgrad und verschlechtert die Abbrandqualität. Scheitholz ist stets locker in den Feuerraum aufzurichten, so dass es rundum ausgasen kann.

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    Glas-Keramik Scheibe

    Glas-Keramik-Scheiben ermöglichen den Blick in den Brennraum und auf das Feuer. Sie bestehen aus hochhitzebeständiger, transparenter Keramik.

    Sie haben eine hohe Oberflächentemperatur (bis 400C) mit starker Wärmeabgabe durch hohe Strahlungsleistung an den Raum. Die Scheibenfläche ist deshalb überlegt auszurichten.

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    Glut

    Als Glut bezeichnet man bei einem Feuer die Verbrennung ohne Flammenbildung.

    Glut ist das Kohlenstoffgerüst, das übrigbleibt, wenn sich alle Kohlenstoff-Verbindungen aufgelöst haben bzw. "ausgegast" worden sind.

    Beim Grillen wird beispielsweise solange Holz verbrannt, bis nur noch Glut übrigbleibt. Im Vergleich zur Verbrennung mit Flammenbildung hält die Glut viel länger an; bei Großbränden werden daher von der Feuerwehr zum Teil noch für mehrere Tage Brandwachen abgestellt, die darauf achten sollen, dass die Glut nicht erneut zu einem Feuer angefacht wird.

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    Gusseisen

    Im Ofenbau wird Gusseisen wegen seiner Wärmeleitfähigkeit eingesetzt. Der Ofen heizt sich auch mit wenig Brennmaterial schnell auf.

    Gusseisen ist der älteste Werkstoff für mechanisch stabile und langlebige Bauteile. Geringste Ausdehnung und Spannung bei Metallen.

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    Geld sparen

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    Holzgewicht im Vergleich

    Die Berechnung von Holz in Kilogramm ist schwierig, da es vom Feuchtegehalt im Holz abhängt.

    Eine Übersicht zum Gewicht von einem Festmeter Holz in Kilogramm finden Sie in folgender Abbildung (Abb. 1).

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    Holz

    Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und steht auch zukünftig in ausreichender Menge zur Verfügung.

    Ist in einer Zellstruktur gebundener Kohlenstoff, welcher im Prinzip durch die Fotosynthese und Wasser gewonnen wird und nachwächst (regenerativer Brennstoff).

    Übrigens:

    Es führt mehr als e i n Weg ins Holz.

    Deutsches Sprichwort

    Krummes Holz brennt so gut wie gerades.

    Deutsches Sprichwort

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    Holzhacken

    Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht. Albert Einstein

    Selber hacken spart Geld

    Für alle, die (zum Beispiel während der Übergangszeit) komplett auf eine Ofenheizung mit Holzbefeuerung umsteigen, lohnt es sich, das Kaminholz selbst herzustellen. Hier macht sich die Anschaffung professioneller Werkzeuge bald bezahlt.

    Interessant ist auch, wie viel Energie dabei verbrannt wird. Ausschlaggebend ist hier das Körpergewicht. Wer sein Holz noch selbst hacken muss, der darf sich freuen: 15 Minuten bringen 300 kcal. Da verwundert es nicht, warum man von knackigen Naturburschen spricht. Das Stählen der Muskeln an Hanteln & Co. verbrennt bei einem 15-Minuten-Training lediglich 202,5 kcal.

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    Holzpellets

    Holzpellets bestehen aus gepressten unbehandelten Holzresten.

    Es sollten nur ausschließlich Holzpellets nach DINplus bzw. Ö-Norm M7135 mit den nachfolgend aufgeführten Eigenschaften verwendet werden.

    Rohdichte: 1,0 - 1,4g / cm2 Durchmesser: 6 - 8 mm

    Länge: 10 - 30 mm Wassergehalt: 10 %

    Schüttgewicht: 650 kg/m3 Heizwert: 5 kWh/kg

    Holzpellets dürfen keine Fremdstoffe oder Bindemittel beinhalten. Dieses Naturprodukt wird in großen Sägewerken als Nebenprodukt hergestellt und steht über den Brennstoffhandel zur Verfügung.

    Für die Verwendung in automatischen Pelletanlagen, wie das Pelletmodul, ist die Verwendung von Holzpellets, die nicht den aufgeführten Eigenschaften entsprechen, unzulässig, da die Funktion des Gerätes nicht gewährleistet werden kann.

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    Hypokaustenofen

    Ein Hypokaustenofen ist eine Kachelofen-Bauart als großflächiger Strahlungsofen. Die Bauweise kann als Warmluftofen oder als Kombiofen ausgeführt werden.

    Erzeugte Warmluft oder Strahlungswärme innerhalb einer "Ofenhülle" wird nicht als warme Luft offen in den Raum "geblasen", sondern zirkuliert durch eine ausgeklügelte, natürliche Thermik innerhalb der geschlossenen Ofenkonstruktion. Die im inneren des Ofens zirkulierende, heiße Luft wird über die Ofenoberfläche als Strahlungswärme abgegeben. Diese Technik wird bei komplizierten oder bei sehr großen Ofenformen angewendet, welche nicht mit einer normalen Heizgasführung erreicht bzw. beheizt werden können.

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    Heizwert

    Der Heizwert entscheidet darüber welcher Nutzen (= Wärmemenge in kWh) bei der Verbrennung erzielt werden kann.

    Bei den Heizwerten (Abb. 1) unterscheiden sich die verschiedenen Holzarten relativ wenig voneinander. So besitzen Nadelhölzer einen typischen Heizwert von ca. 4,4 - 4,5 kWh/kg und Laubhölzer 4,1- 4,2 kWh/kg, jeweils bezogen auf zwei Jahre trocken gelagertes Scheitholz.

    In der Praxis wird Brennholz (= Scheitholz) in Kubikmeter (= m3) gekauft und gezahlt. So hat ein m3 Nadelholz ein Gewicht von ca. 360 kg und ein m3 Laubholz ein Gewicht von 510 kg. Damit ergeben sich Heizwerte bezogen auf den zu bezahlenden m3 bei Nadelholz von ca. 1600 kWh/m3 und bei Laubholz von 2100 kWh/m3.

    Einen wesentlich größeren Einfluss auf den Heizwert hat die Holzfeuchte, d.h. welche Menge an Wasser im Holz noch vorhanden ist. Beispielhaft ist dies an folgender Tabelle zu ersehen:

    Überschlägig kann also davon ausgegangen werden, dass frisch geschlagenes Holz nur den halben Heizwert des gut gelagerten Scheitholzes hat. Das bedeutet ganz konkret z.B. bei einem Wärmebedarf von durchschnittlich 4 kW eine benötigte Wärmemenge von 4 kW * 24 Stunden = 96 kWh je Tag. Wird diese Wärme durch das Verbrennen von Laubholz gedeckt, so reicht ein Kubikmeter Holz gut drei Wochen; 2100 kWh / 96 kWh je Tag = 21 Tage und 21 Stunden. Wird anstelle des gut gelagerten Holzes frisch geschlagenes Holz verbrannt, so reicht der gekaufte Kubikmeter lediglich knappe 11 Tage lang.

    Definition:

    Der Heizwert (Hu, früher auch „unterer Heizwert") beschreibt die Wärmemenge, die bei der vollständigen Oxidation eines Brennstoffs ohne Berücksichtigung der Kondensations wärme (Verdampfungswärme) des im Abgas befindlichen Wasserdampfes freigesetzt wird. Beim Heizwert wird somit unterstellt, dass der bei der Verbrennung freigesetzte Wasserdampf dampfförmig bleibt und dass die Wärmemenge, die bei einer eventuellen Kondensation durch Rauchgasabkühlung frei werden könnte (sogenannte „latente Wärme": 2,441 Kilojoule je Gramm Wasser) nicht nutzbringend verwendet wird. (Quelle: Berichte aus dem TMZ)

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    Heizkamin

    Eine meistens mit Keramikglas geschlossen Feuerstelle nennt man Heizkamin. Er wird wie der offene Kamin, direkt an den Schornstein angeschlossen.

    Bei dieser Lösung ist der Luftbedarf sowie der Schornsteinquerschnitt deutlich auf ein "Normalmaß" reduziert. Die Heizwirkung kommt über die Strahlung der Scheibe und der Wärmeabgabe des Feuerraumes meist als Warmluft.

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    Heizleistung

    Die Heizleistung ist eine Größeneinheit bei Wärmeerzeugern (Öfen), die in kW angegeben wird.

    Sie sagt aus, dass mit diesem Wärmeerzeuger die angegebene Leistung über ca. 1,5 Stunden bereitgestellt werden kann.

    Die Bauart ist jedoch genau zu betrachten. Es gibt große Unterschiede im Bedienaufwand.

    Ein Speicherofen wird für die gewünschte Heizleistung nur 1 mal mit 20 kg Holz oder 2 mal mit 10 kg Holz befeuert und kann damit 24 Std. lang eine mittlere Wärmeleistung von 3 kW abgeben. Ein Kaminofen oder Warmluftofen muss dafür alle 2 Stunden mit ca. 2 kg Holz befeuert werden. Also 10 bis 12 mal 2 kg Holz am Tag um für 24 Stunden eine gleichmäßige, mittlere Leistung von 3 kW zu erzeugen.

    Die Heizleistung wird somit über die Brennstoffmenge bestimmt und beeinflusst.

    1kg Holz hat ein Energiemenge von 4 kWh/kg. Somit werden z.B. bei der Verbrennung von 10kg Holz 40 kWh als Wärmemenge freigesetzt. Über die Aufgabeintervalle kann damit die gewünschte Heizleistung geregelt werden. Das Wärmeabgabesystem beeinflusst dabei den tatsächlich möglichen Effekt (flinkes System = schnelle und hohe Heizleistung, träges System = gestreckte und dafür geringere Leistungsabgabe).

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    Hackklotz

    Der Hackklotz sollte breit, stabil und in Kniehöhe sein. Die Holzart spielt keine Rolle; ein Hackklotz aus Hartholz hält länger.

    Der Hackklotz sollte auf einer stabilen, nichtfedernden Unterlage stehen. Damit wird sicher gestellt, das der Axthieb mit voller Kraft auf das zu spaltende Holzstück trifft.

    Das Holzstück wird immer auf den hinteren Teil des Hackklotzes gestellt. Geht der Axthieb daneben trifft die Axt dann in der Regel den Hackklotz und nicht den Boden. Das erhöht die Sicherheit beim Holzhacken.

    Halten Sie Abstand zu anderen Personen, damit niemand durch die schwingende Axt oder Holzstücke gefährdet wird.

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    Hackschnitzel

    Hackschnitzel bestehen aus unterschiedlich großen Holzstücken und unterliegen derzeit keinen Normbestimmungen. Anders ist das bei Pellets.

    Hackschnitzel finden im privaten und gewerblichen Bereich Verwendung. Sie können aus Sägerestholz aber auch aus Stammholz in Form von Waldhackschnitzeln hergestellt werden.

    Biomasse(kraft)heizwerke werden mit Hackschnitzel betrieben.

    Hackschnitzelheizanlagen sind umweltneutral. Die Menge an CO2, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, entspricht genau der Menge CO2, die beim Wachstum der Hölzer in diese eingebunden wurde.

    Bei Einberechnung der CO2-Freisetzung durch Waldbewirtschaftung, Rohholztransport, Aufbereitung usw. ("graue Energie") sind Hackschnitzel im Vergleich zu anderen Energieträgern sehr umweltfreundlich.

    Hackschnitzelheizungen sind in der Anschaffung deutlich teurer als herkömmliche Öl-, Pellet, oder Gasheizanlagen. Allerdings sind die Brennstoffkosten sehr viel geringer als bei Ölheizanlagen.

    Hackschnitzelheizungen arbeiten ähnlich wie eine Pelletheizung. Anstelle einer Schneckenaustragung oder Sauglanze kommt jedoch hier eine Rührwerksaustragung mit Schneckenförderer zum Einsatz. Besser sind hydraulische Zuführungssysteme mit Förderkolben, die sperriges Material durchtrennen können.

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    Holzbrikett

    Holzbriketts werden aus trockenen, unbehandelten Holzresten, wie beispielsweise Hobelspäne, unter hohem Druck und ohne Zusatz von Bindemitteln zu gleichmäßig großen und harten Briketts gepresst.

    Durch diese hohe Verdichtung beim Brikettieren nimmt das Naturprodukt Holz in etwa das Brennverhalten von Braunkohle an, allerdings mit dem Unterschied, dass die Holzbriketts im Vergleich zu dem fossilen Brennstoff einen geringeren Asche- und Schwefelgehalt aufweisen. Die CO²-Bilanz bleibt ausgeglichen, denn die Holzbriketts geben bei ihrer Verbrennung nur soviel CO² an die Atmosphäre ab, den ein nachwachsender Baum durch die Photosynthese aufnimmt. Als Qualitätsnachweis für unbehandelte Holzbriketts dient die DIN 51731.

    Der niedrige Wassergehalt von ca. 10% ergibt mit 4,8 kWh je kg einen hohen Energieinhalt. Waldfrisches Kaminholz hat bei einem Wassergehalt von 50% ca. 2,5 kWh/kg.

    Zum Vergleich: 1 t Holzbriketts entsprechen dem Energieinhalt von ca. 3 rm (Ster) trockenem Kaminholz (Feuchte 20%).

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    Holzbackofen

    In der Antike schätzte man den Genuß, von frisch gebackenem Brot aus Holzbacköfen.

    Die Griechen bauten die ersten Lehmbacköfen, die direkt befeuert wurden.

    Essen aus einem Holzbackofen ist ein echter Genuß.

    Durch das indirekte Beheizen werden die Backwaren oder der Braten ohne Unterbrechung bei gleichmäßiger Temperatur gebacken und kommen nicht mit der Asche und dem Rauch in Berührung.

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    Holzvergaserkessel

    Beim Holzvergaserkessel finden Holzvergasung und -verbrennung zeitlich und räumlich getrennt statt.

    Im Vergleich zu anderen Festbrennstoffkesseln zeichnet sich dieser duch sehr niedrige Schadstoffemissionen und sehr hohern Wirkungsgrad aus. Der Holzvergaserkessel ist eine Variante eines Stückholzkessels.

    Holzvergaserkessel haben einen höheren Wirkungsgrad und niedrigere Emissionswerte als die Naturzugkessel, da ein geregeltes Gebläse für die richtige Luftzufuhr bei der Verbrennung sorgt. Der Holzvergaserkessel wird einmal beschickt (gefüllt) und brennt dann über mehrere Stunden aus. Ideal ist die Kombination mit einem größeren Warmwasserspeicher, da die erzeugte Wärme für einen längeren Zeitraum (mehrere Tage) gespeichert werden kann.

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    Holzwolle

    Holzwolle wird grundsätzlich durch hobeln von Rundholzabschnitten hergestellt.

    Verwendet wird in erster Linie Fichtenholz, gelegentlich auch Kiefer oder Pappel. Sie eignet sich ausgesprochen gut als Anzündhilfe.

    Wissenswertes

    Holzwolle wird in verschiedenen Stärken und Breiten des ca. 500 mm langen Fadenspans produziert und früher hauptsächlich als Verpackungspolster verwendet. Wie vielseitig die Holzwolle produkte sind, wissen mehrheitlich nur noch Insider. Dass man bei Holz - einem nachwachsenden Naturprodukt par excellence - auch noch als Euterreinigung bei den Kühen und Ziegen und als Unterlage in der Erdbberenernte und vieles mehr in verschiedenen Herstellungsvarianten verwenden kann, dürfte eher weniger bekannt sein. Zum Aufschwung der Holzwolle haben vor allem die hohe Qualität der und das gestiegene Ökologiebewusstsein beigetragen.

    Wenn Holzwolle mit einem Verbundstoff wie Magnesit (Magnesiumcarbonat) gebunden und konserviert wird, spricht man von Holzwolleplatten. Diese werden als Dämmstoff zur Wärme- und Schalldämmung in Wand und Decke verwendet. Sie sind ökologisch empfehlenswert, da sie keine künstlichen Bindemittel oder Schadstoffe enthalten.

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    Holzraummaße

    Die Qualität eines Holzhändlers erkennt man letztendlich an der Transparenz seiner Messweise. Um dies nachvollziehen zu können, müssen Sie wissen, wie Experten Holzmengen berechnen.

    Dazu erst einmal eine Begrifflichkeitsdefinition der unterschiedliche und gängigen Volumeneinheiten.

    Der Festmeter,

    ist ein Raummaß für Holz. 1 Festmeter entspricht 1 Kubikmeter fester Holzmasse, d. h. ohne Zwischenräume in der Schichtung.

    Der Raummeter oder Ster

    ist die gebräuchlichste Masseinheit beim Handel mit Brennholz. 1 Raummeter (Ster) entspricht einem Würfel von 1 m Seitenlänge, also einem Rauminhalt von 1 Kubikmeter geschichteter Holzmasse, einschließlich der Zwischenräume in der Schichtung.

    Schüttraummeter

    z.B. für gespaltenes Kaminholz oder Hackschnitzel(da schlecht zu schichten). Das entsprechende Gut wird dann einfach geschüttet, was deutlich mehr Luft in einem Raummeter Holz lässt. Man spricht dann vom Schüttraummeter.

    Der Schüttraummeter ist kein amtliches Maß, je nach Dichte der Schüttung ist die Menge unterschiedlich.

    Umrechnungsformel

    Wenn Ihr Holzhändler Ihnen einen Raummeter anbietet, so können Sie folgende nutzen:

    1 Raummeter sind 1,3 - 1,4 Schüttraummeter

    1 Schüttraummeter sind 0,7 Raummeter

    1 SRM = 1 Kubikmeter, wenn die Scheite 30 cm lang sind

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    Industrie-Rundholz

    Unter Industrie-Rundholz versteht man Rohholz unterschiedlicher Holzart und Qualität.

    Es findet Verwendung in der Papier- und Zellstoffindustrie aber auch in der Span- und Faserplattenindustrie.

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    Jahresringe

    Ein quer durchgesägter Baumstamm zeigt ein Muster konzentrischer Ringe.

    Jahresringe entstehen nur dort, wo durch die klimatischen Bedingungen das Pflanzenwachstum Schwankungen unterliegt. Dies können Jahreszeiten sein, wie in den gemäßigten Breiten, oder Trocken- und Regenzeiten, die auch in halbjährlichem Rhythmus folgen können (Halbjahresringe).

    Bei Nadelhölzern sind diese Jahresringe deutlich er, als bei Laubbäumen.

    Dendrochronologen, nennt man die Wissenschaftler, die mit Hilfe der Jahresringe Kalender aufgestellt haben. Sie reichen fast 10.000 Jahre zurück.

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    Jahresnutzungsgrad

    Der Jahresnutzungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen bereitgestellter Nutzwärme zur aufgewandten eingesetzten Brennstoffenergie.

    Die Angabe des Jahres-Nutzungsgrads oder auch Norm-Nutzungsgrads berücksichtigt nicht nur die Verluste, die bei laufendem Brenner auftreten, sondern auch alle Verluste, die während des Brennerstillstands auftreten.

    Der Wirkungsgrad beinhaltet nur die Verluste bei laufendem Brenner. In einem Jahr werden jedoch nur Brennerlaufzeiten von ca. 1.800 Stunden erreicht, die restliche Zeit steht der Brenner. Eine Wirkungsgradangabe ist stets nur eine Momentaufnahme, die sich auf Leistungen bezieht. Der Nutzungsgrad betrachtet jedoch die energetische Effizienz über einen bestimmten Zeitraum, z. B. ein Jahr.

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    Kachelofensysteme

    Kachelofensysteme unterteilt man in Grundofen, Warmluftofen und Kombiofen.

    Der Grundofen

    Dieser Ofentyp zeichnet sich durch eine anhaltende, gleichmäßige Heizleistung aus. Die Wärme wird in keramischen Nachheizflächen gespeichert und über den Kachelmantel langsam abgegeben. Der Strahlungsofen benötigt eine längere Aufheizzeit. (Abb. 1)

    Der Warmluftofen

    Die Raumluft strömt am Heizeinsatz sowie an der Nachheizfläche entlang und wird über Warmluftgitter und Schächte wieder abgegeben. Die Heizleistung ist direkt und schnell abrufbar. (Abb. 2)

    Der Kombiofen

    Dieser Ofen ist eine Mischung beider o.g. Prinzipien, mit den Vorteilen einer schnellen Wärmeabgabe und gleichzeitigen Speicherung von Heizenergie.

    Er besitzt sowohl Raumluftführungen als auch keramische Speicherflächen, die den Kachelmantel erwärmen. (Abb. 3)

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    Kaminsysteme

    Kaminsysteme werden in Offener Kamin, Heizkamin oder Speicherkamin unterschieden.

    Der Offene Kamin

    Die Atmosphäre eines offenen Feuers mit einem vorgefertigten Brennraum. Integrierte Luftkanäle führen die notwendige Verbrennungsluft direkt in den Brennraum.

    Der Heizkamin

    Diese Lösung ist ideal, wenn hohe Warmluftleistung auf kleiner Grundfläche benötigt wird.

    Der Speicherkamin

    Dieses Konstruktionsprinzip bietet sichtbaren Feuergenuss hinter einer beweglichen Glasscheibe und nachhaltige Wärmeabgabe. Je nach Wunsch werden auf den Kamin Nachheizflächen gesetzt oder sogar keramische Züge hintermauert, die lang anhaltende Strahlungswärme bewirken, ähnlich wie beim Kachelofen.

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    Kiefer

    In der Forstwirtschaft ist die Kiefer die wichtigste Baumart. Nach Waldzerstörung und Rodung werden sie in den Tropen und Subtropen in Holzplantagen angebaut.

    Die Kiefern oder Föhren bilden eine Gattung von Nadelholzgewächsen in der Familie der Kieferngewächse. Das Wort Föhre ist in fast allen germanischen Sprachen vorhanden, z. B. engl. fir. Kiefer ist vermutlich durch Zusammenziehung von Kienföhre entstanden und ist erst ab dem 16. Jahrhundert belegt.

    Heizwert: 1.600 kW*h/rm

    Übrigens:

    Der lateinische Name Pinus stammt aus dem keltischen Pin (Gebirge, Fels) und würdigt die Fähigkeit dieser Spezies, auf steinigem Gelände zu überleben.

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    Kesseltechnik

    Feuerraumstrahlung sowie Energie der Heizgase können über Kesselflächen bei Holzofensystemen direkt einer Zentralheizung zugeführt werden.

    Indirekt beheizte Kesselflächen, die über eine Schamotteschicht die Wärme aufnehmen, sind "wartungsfrei" d.h. müssen nicht gereinigt werden. Bei Kesselflächen, an denen die Wärmeübertragung durch vorbeistreichende Heizgase direkt erfolgt, sind Ablagerungen (Ruß) regelmäßig über die Reinigungsöffnungen zu entfernen.

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    Kombiofen

    Ein Kombiofen ist eine Kachelofen - Bauart zwischen Warmluftofen und Speicherofen.

    Ein freistehender gusseisenener Feuerraum erzeugt Warmluft wie in einem Warmluftofen, jedoch werden die Heizgase in einen "Speicherblock" (Kanäle), wie bei einem Grundofen, geschickt. Somit kann eine kurze Aufheizzeit und doch eine lang anhaltende Strahlungswärme erreicht werden. Abstimmungen in der Aufteilung Warmluft/Strahlungsanteil werden individuell auf Kundenwunsch umgesetzt.

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    Kastanie

    Als Kastanie bezeichnet man zwei Typen von Bäumen: die Edelkastanie und die Rosskastanie.

    Die zu den Buchengewächsen gehörende Gattung Castanea, zu der auch die Edelkastanie gehört

    und die zu den Seifenbaumgewächsen gehörende Gattung Aesculus, die Rosskastanien.

    Als „Kastanien“ werden aber auch die Samen in den Früchten der betreffenden Bäume bezeichnet.

    In unseren Breitengraden ist die Rosskastanie am häufigsten zu finden, während die Edelkastanie oder auch Marone (Esskastanie), mehr im Süden beheimatet ist.

    Verwendung findet die Rosskastanie sowohl als Futtermittel aber auch bei Gefäßerkrankungen in der Medizin.

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    Kachelofen

    Ein Kachelofen ist immer eine geschlossene Feuerstelle, die heiße Rauchgase des Feuerraumes optimal ausnutzt.

    Dabei sind alle Funktionalitäten und individuelle Wärmeabgabesysteme möglich. Wird nur von "Spezialisten" angeboten. Oberflächen meist aus glasierter Keramik, daher der Name Kachelofen.

    Gilt als die oberste Stufe der Holzofenbauart und wird heute ebenfalls mit Sichtscheiben angeboten.

    Der Kachelofen gilt als gemütlichste Wärmequelle. Mit seiner zeitlosen Art passt er sich immer dem Stil seiner Besitzer an.

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    keramische Züge

    Als keramische Züge bezeichnet man die aus Schamotteplatten gemauerten Rauchgaskanäle im Speicherblock eines Ofens.

    Diese oft bis zu 10m langen Rauchgaskanäle werden vom Kachelofenbauer berechnet und exakt zwischen Feuerraum und Schornstein abgestimmt. Es ist eine Kunst, diese Züge so zu gestalten, dass diese nicht zuviel Wiederstand für den Unterdruck des Schornsteins darstellen und auch nicht zu lange oder zu kurz werden. Also mit den Rauchgasen nicht zu heiß oder zu "kalt" in den Schornstein geht. Als Faustregel gilt: pro kg Holz ca. 50 - 75 kg Speichermasse. Ein Speicherofen mit einem Füllraum für 10 kg Holz wird mit einer Speichermasse von ca. 500 - 750 kg gebaut.

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    Kesselleistung

    Die Kesselleistung wird bei Scheitholz-Systemen meist nur in Intervallen mit größeren Leistungsspitzen erzeugt.

    Für eine sinnvolle Nutzung wird deshalb die Verwendung mit einem Pufferspeicher von mind. 500 ltr. empfohlen.

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    Kanonenofen

    Der Kanonenofen ist ein kleiner gußeiserner zylinderförmiger Ofen mit Abzug für die Zimmerbeheizung.

    Kanonenhöfen waren im 19. bis weit in das 20. Jahrhundert hinein gebräuchlich. In seinem Zylinder befindet sich der Feuerungsraum für die Kohle mit dem Ascherost und dem darunterbefindlichen Aschekasten. Während des Brennvorgangs mit entsprechenden Türen verschlossen wurden. Ähnliche gusseiserne Öfen von größerem Ausmaß gab es bereits im 18. Jahrhundert. Die zylindrische Form und damit Ähnlichkeit mit Kanonen war es, die ihm den Namen gab.

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    Leistungsträger Baum

    Ein Mensch benötigt die Menge Sauerstoff pro Tag, die eine ausgewachsene Buche produziert.

    Eine ausgewachsene Buche entzieht der Luft ca. 400 g CO2/Tag,

    nimmt ca. 900 bis 1.300 l Wasser/Tag auf und verdunstet es wieder,

    hat eine Blattoberfläche von 1.200 m².

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    Lüften

    Die Raumgröße entscheidet über die Lüftungsdauer. Eine Stoßlüftung von fünf Minuten zwei bis dreimal täglich mit weit geöffneten Fenstern reicht im Allgemeinen aus.

    Das Stoßlüften beugt dem Auskühlen der Wände vor. Ein angekipptes Fenster führt dagegen zu ausgekühlten Räumen.

    Besonders Feuchträume gut lüften

    Hier kommt es besonders auf die richtige Harmonie zwischen Lüften und Heizen an, denn es braucht mehr Energie feuchte Luft zu erwärmen.

    Vorsicht Schimmel!

    Zimmer die nicht beheizt werde, sollten stets geschlossen bleiben. Dringt feuchte, wärmere Luft in diese Räume kann es zur Taupunktunterschreitung kommen und Schimmel entstehen.

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    Lagerung Scheitholz

    Erntefrisches Holz enthält 45 bis 60% Wasser. Holz muss vor dem Verbrennen trocknen.

    Die Lagerung findet sowohl im Freien als auch unter Dach statt. Eine Lagerung auf Freiflächen ist in der Praxis vor allem bei unaufbereitetem oder teilaufbereitetem Holz weit verbreitet. Dabei sollte sichergestellt werden, dass eine Sekundärverschmutzung minimiert wird. Gleiches gilt auch für den Schutz vor Bodenfeuchtigkeit. Als Untergrund eignen sich Holzplanken, Paletten oder trockener Kiesboden.

    Für den Umschlag mit Hilfe von Ladefahrzeugen (z. B. Frontlader, Radlader) ist meist zusätzlich eine belastbare Bodenplatte (Beton, Asphalt, Verbundsteinpflaster) erforderlich. Alternativ können hierfür auch Holzkonstruktionen in Frage kommen; zum Beispiel in halboffenen Gebäuden mit Lagerböden aus hohl liegenden Rundhölzern.

    Ofenfertig aufbereitetes Brennholz sollte im Freien nicht ohne Regenschutz lagern, damit es für die Verbrennung ausreichend trocken ist. Stückiges Brennholz erreicht den geforderten lufttrockenen Zustand (w = 12 bis 20 %) normalerweise nach einer sechs monatigen Lagerdauer. Eine Wiederbefeuchtung ist in jedem Fall durch eine mobile Abdeckung (z. B. Plane) oder durch eine feste Überdachung (z. B. verlängerte Dachtraufe) zu verhindern. Dabei ist darauf zu achten, dass ein natürlicher Luftzutritt zum Holzstoß von allen Seiten her möglich ist, damit die im Lager entstehende feuchte Luft abgeführt werden kann. Für eine qualitätsgünstige Lagerung sind folgende Bedingungen zu beachten:

  • Holzstapel regen geschützt abdecken
  • trockenen Untergrund schaffen, möglichst mit Luftzutritt
  • als Lagerort möglichst windexponierte Fläche wählen
  • Abstand zu Gebäudewänden oder zwischen den Holzstapeln mindestens ca. 10 cm
  • an Gebäudewänden sonnenzugewandte Seite bevorzugen
  • falls möglich Tagesverbrauch an Brennstoff in beheizten Räumen vorlagern
  • bei Lagerung in Gebäuden ohne besondere Feuerschutzeinrichtungen ist die maximal zulässige Brennstoffmenge zu beachten, d. h. maximal 15 t
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    Lehmofen

    Der Lehmofen ist ein aus Lehm bzw. Graslehm errichteter Brennofen.

    Ein Lehmofen ist ein Grundofen, der im wesentlichen aus Lehm gebaut ist. Als Baumaterial können neben Lehmsteinen, Lehmmörtel und Lehmputz eine Vielzahl weiterer Materialien verwendet werden wie zum Beispiel Schamottsteine, Backsteine oder Dachziegel.

    Bei der traditionellen Bauweise vemischt man Ton, Schluff und Sand mit Wasser, um es formbar zu machen. In getrockneter Form ist Lehm stabil und isolierend und kann eine Temperatur von 1000°C im Ofen halten.

    Genauso vielfältig wie die Baumaterialien ist der Verwendungszweck.

    Oft wird ein Lehmofen zur Beheizung des Wohnraums verwendet. Dabei können die Rauchgaszüge zum Teil als Ofenbank ausgeführt werden.

    Er wird aber auch zur Keramikherstellung genutzt und kann in horizontaler oder vertikaler Lage errichtet werden, dabei mindestens drei mal so lang wie breit sein, damit die Töpferware und das Holz, das als Brennzeug dient, ausreichend Abstand zueinander haben.

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    Metallische Heizgaszüge

    Metallische Heizgaszüge sind "Kühlflächen" aus Metall, an denen die Heizgase nach dem Feuerraum vorbeistreichen und sich dabei abkühlen ( Wärme an den Raum abgeben).

    Damit hier ein guter Wirkungsgrad erreicht wird, sollte man sich genau erkundigen für welche Füllmenge (Entgasungsmenge und Heizleistung) die jeweilige Konstruktion (Größe der metallischen Nachheizfläche) abgestimmt wurde.

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    Miscanthus

    Miscanthus ist als Zierpflanze ist seit langem in Europa heimisch.

    Landwirte haben die Vorzüge des als Elefantengras oder Chinaschilf genannten nachwachsenden Rohstoffes entdeckt.

    Der Masse- Zuwachs liegt weit über dem von Getreide und anderen Energiepflanzen. Ein Hektar dieser Pflanze kann auf guten Böden bis zu 7000 Liter Heizöl ersetzen. Die Halme sind bis zu vier Meter hoch und daumensdick. Die Halme trocknen im Winter ab und lassen sich gehäckselt wie Holzhackschnitzel verheizen.

    Zwar ist der Miscanthus-Anbau zu Beginn mit einigem Risiko, relativ hohen Kosten und niedrigen Erträgen verbunden. Doch haben die Pflanzen erst einmal Fuß gefasst, können sie mehr als 20 Jahre lang geerntet werden.

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    Maßeinheiten von Brennholz

    Im wesentlichen gibt es drei Maßeinheiten Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter.

    Festraummeter (fm)

    Beim Festraummeter handelt es sich um einen Kubikmeter ohne Hohlräume. Der Forst bezeichnet dieses Maß ausschließlich für Stammholz (Durchmesser > 20 cm). Dabei wird jeder Stamm einzeln berechnet.

    Raummeter (rm)

    Ein Raummeter entspricht einem Kubikmeter mit Hohlräumen. Dabei wird der gesamte Stapel ausgemessen und benötigt wesentlich weniger Zeit. In südlichen Regionen Deutschlands spricht man von Ster.

    Schüttraummeter (srm)

    Ofenfertiges aufgeschüttetes Holz von einem Kubikmeter entspricht einem Schüttraummeter.

    1 Kubikmeter = 1m Länge x 1m Breite x 1m Höhe

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    Naturzugkessel

    Naturzugkessel werden durch die mit einem Thermostat verbundene oder von Hand eingestellte Öffnung einer Klappe geregelt.

    Dadurch ist es zwar möglich, die Leistung zu regeln, es kommt jedoch zu unvollständiger Verbrennung und damit erhöhten CO-Emissionen. Auf jeden Fall muss ein Pufferspeicher zugeschaltet werden können, falls die Heizenergie über dem Bedarf liegt.

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    Nadelholzgewächse

    Die Nadelholzgewächse werden auch Koniferen genannt. lateinisch conifera „Zapfenträger“,

    Nadelholz ist für das Anheizen und zur schnellen Erreichung der notwendigen Betriebstemperatur geeignet. Für eine stabile Vergasung sind Laub-bzw. Harthölzer besser geeignet.

    Übrigens:

    Nadelholz lässt sich am einfachsten an der breitesten Stelle und in möglichst frischem Zustand spalten. Laubholz hingegen lässt sich an der schmalste Stelle am einfachsten spalten.

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    Nachtabsenkung

    In der Nacht sollte die Heizleistung agesenkt werden. Empfohlen wird eine Absenkung um ca. fünf Grad.

    Die Raumtemperatur sollte aber 15 Grad nicht unterschreiten, da das Wiederaufheizen auf "Wohlfühltemperatur" einen hohen Energieverbrauch nach sich zieht.

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    Nachheizfläche

    Nachheizflächen speichern die im Heizgas enthaltene Energie und geben sie an den Raum ab nachdem das Feuer erloschen ist.

    Haben Holzöfen eine zu kleine Nachheizfläche, wird mit zu hohen Abgastemperaturen in den Schornstein gegangen. Mit der Wahl des Nachheizflächensystems kann der gewünschte Wärmeeffekt bestimmt werden: Kesselflächen für Heizwassererzeugung, metallische Oberflächen für Warmluft und keramische Nachheizflächen für Speicherung und zeitverzögerte Abgabe von Strahlungswärme

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    Nadelwald

    Mehr als 60% der gesamten Waldfläche deutschlands ist Nadelwald. Etwa die Hälfte davon sind Fichtenwälder.

    Wirtschaftlich betrachtet ist bei einem Nadelwald nach 25 bis 30 Jahren mit Erlösen zu rechnen. Der Anteil an Monokulturen wird zugunsten von Mischwäldern gesenkt. Privathaushalte nutzen jährlich ca. 8,5 Mio. m³ Holz als Brennholz. Das Potenzial unseres Waldes ist etwa doppelt so hoch.

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    Ofenkachel

    Ofenkacheln sind die gepflegte Hülle eines Kachelofens. Hiermit wird die Architektur des Heizmöbels bestimmt.

    Kacheln sind keine Fliesen - bei Ofenkacheln handelt es sich um spezielle keramische Massen, welche den Wärmedurchfluss gleichmäßig steuern d.h. die Oberflächen dürfen nicht zu heiß werden.

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    Ofensteuerung

    Die Ofensteuerung dient allein dem Zweck, in den jeweiligen Abbrandstufen die richtige Menge an Verbrennungsluft zuzuführen.

    Wirkungsgrad und Emissionsverhalten werden dadurch optimiert.

    Damit wird der saubere und komfortable Betrieb eines Holzofens erreicht.

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    Optimierter Abbrand

    Bei einem optimierten Abbrand sind Füllmenge und Verbrennungsluft auf dem Feuerraum abgestimmt und eine Durchmischung der Heizgase bei einer Mindesttemperatur von 600C wird gewährleistet.

    Der Konstruktion des Holzfeuerraumes ist daher eine große Bedeutung zuzuordnen.

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    Offener Kamin

    Der offene Kamin ist eine - meistens handwerklich - gemauerte Feuerstelle, die direkt an den Schornstein angeschlossen ist.

    Sie dient vorrangig nicht zur Beheizung des Raumes.

    Bevorzugt werden hier trockene Harthölzer wie Buche und Birke verheizt, da diese beim Abbrand, bedingt durch ihre dichte und nahezu harzfreie Zellstruktur, keine Funkenbildung hervorrufen. Für eine einwandfreie Funktion ist auf die exakte Abstimmung zwischen Feuerraumöffnung, Schornsteinquerschnitt und Höhe zu achten.

    Eine offene Feuerstätte darf nur dann eingebaut werden, wenn 360m3 Verbrennungsluft bezogen auf einen m2 Feuerraumöffnung zur Verfügung stehen.

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    Pufferspeicher

    Ein Pufferspeicher kann sowohl ein isolierter Wasserbehälter, als auch ein fester Massekörper sein.

    Das "Speichermedium" kann momentan zuviel freigesetzte Energie aufnehmen.

    Von dort kann sie wieder gezielt abgerufen werden (isolierte Wassermenge) oder nur unkontrolliert verzögert werden (keramische unisolierte Speichermasse)

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    Putzflächen

    Als Putzflächen bezeichnet man Sichtflächen von Kachelöfen oder Kaminen die mit verputzen Schamottesteinen aufgebaut werden.

    Dazu sollte man wissen, dass diese Anlagen regelmäßig frisch gestrichen werden müssen, da sich hier deutliche Spuren von Rauch und Staub absetzen. Spezial-Verputze gibt es in allen Körnungen und Strukturen bis hin zum Glattspachtelputz. Wichtig ist es jedoch, dass die Ofenhülle "frei" steht. Das bedeutet, dass keine unterschiedlichen Spannungen beim Aufheizen auf der Ofenhülle durch Eisenteile oder den fest anliegenden Speicherblock weitergegeben werden und Risse entstehen.

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    Pappel

    Pappeln wachsen in der Nähe ihrer Verwandten, den Weiden oft in feuchten Gebieten.

    Oft wurden sie als Straßenbegrenzung gepflanzt und säumen heute viele Alleen. Ihr Holz ist leicht und wird oft zu Holzwolle und Zündhölzern verarbeitet.

    Heizwert: 1.110 kWh/rm

    Brauchtum, Heilkunde

    Schon in der Antike galt die Pappel als Heilpflanze. Eine Salbe aus ihren Knospen hilft bei Haut- und Gelenkproblemen. Der Tee aus Pappelknospen lindert rheumatische Beschwerden und andere Entzündungen.

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    Pelletheizung

    Pelletheizungen bieten, als Zentralheizung konzipiert, den gleichen Komfort wie Öl- oder Gasheizungen.

    Die Versorgung des speziellen Pelletbrenners mit den genormten Holzpellets erfolgt i.R. über eine Transportschnecke. Sie werden vollautomatisch und je nach Verbrauch aus dem Lagerraum entnommen und dem Brenner zugeführt.

    Der Lagerraum befindet sich idealerweise neben dem Verbrennungsraum. Die Tonne Pellets kostet derzeit im Durchschnitt 180 Euro.

    Grundsätzlich sind Pelletheizungen als Anlagen für den Betrieb von zentralen Hausheizungssystemen inklusive Steuerungs- und Regelungstechnik (also Pellets-Zentralheizungen) von Pellets-Einzelöfen mit direkter Wärmeabstrahlung in den Wohnraum zu unterscheiden.

    Pellets-Einzelöfen sind in der Regel Anlagen im Leistungsbereich bis zu 6-8 kW, während Pellets-Zentralheizungen für Nennwärmeleistungen bzw. den Wärmebedarf ab 8 kW aufwärts in Betracht kommen. Pelletheizungen eignen sich besonders für Ein- und Zweifamilienhäuser (10-30 kW), aber auch für größere Wohn-oder Betriebseinheiten, die von mehreren in Reihe geschalteten Pelletsheizungen („2er oder 3er Kaskadenanlagen“) mit einigen hundert kW versorgt werden können.

    Hybrid- oder Kombianlagen können zusätzlich auch mit anderem Brennholz (als Scheitholz oder Hackschnitzel) beschickt werden. Für die Bewertung der Gesamteffizienz ist der Jahresnutzungsgrad wichtiger als der Wirkungsgrad.

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    Pellets

    Pellets sind eine platzsparende Alternative zu Hackschnitzel. Sie können in kleineren Mengen (Säcken) gelagert werden.

    Die Herstellung von Holzpellets erfolgt ausschließlich mit mechanischem Druck ohne chemische Bindemittel. Einzig erlaubter Zusatzstoff ist pflanzliche Stärke. Pellets sind ein Abfallprodukt der Holzindustrie.

    Meist wird der Begriff im Plural verwendet,da Pellets im Allgemeinen nicht einzeln verwendet werden, sondern als Schüttgut.

    Holzpellets bestehen aus gepressten unbehandelten Holzresten.

    Pellets ist ein genormter Brennstoff. Er unterliegt damit strengen Regelungen:

    Durchmesser: 6 - 8 mm,

    Länge: 10 - 30 mm

    Die Gleichheit der Pellets ermöglicht eine reibungslose Verbrennung und ist auch für kleinere Heizanlagen geeignet.

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    Photosynthese

    Die Photosynthese ist einer der wichtigsten biologischen Energie-Direktumwandlungs-Prozesse.

    Holz ist gespeicherte Sonnenenergie

    Von allen Lebewesen sind nur die grünen Pflanzen in der Lage, Sonnenenergie aufzunehmen und zu speichern.

    Bei der Photosynthese bildet die Pflanze Kohlenhydraten (Zuckern) aus Kohlenstoffdioxid und Wasser, wobei unter Mitwirkung von Chlorophyll, Sonnenenergie in chemische Energie umgewandelt wird.

    Damit ist die Photosynthese die grundlegende Stoffwechselreaktion der Pflanzen und einer der wichtigsten biologischen Energie-Direktumwandlungs-Prozesse.

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    Palmöl

    Palmöl ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen wird.

    Da Palmöl reich an Olefinen ist eignet es sich auch für die Herstellung von Biodiesel.

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    Qualität

    Für eine anhaltende Qualität des Holzes nach dem Einkauf ist die richtige Lagerung entscheidend.

    Die Qualität des Brennholzes wird neben dem Heizwert, bestimmt durch den Wassergehalt, die Trocknung und die Lagerung.

    Von qualitativ hochwertigem Holz spricht man, wenn der Wassergehalt max. 20 % beträgt. Das entspricht einer Lagerzeit von mind. sechs Monaten. Das Holz (vor allem Laubholz) sollte nach der Ernte gespalten werden. Die Lagerung an einem sonnigen, gut durchlüfteten Trocknungsplatz ohne Erdkontakt ist für den Erhalt der Qualität unabdingbar. Bei unsachgemäßer Lagerung kann es zum Befall von Pilzen und Fäulnisbakterien kommen, die den Abbau der Holzsubstanz

    und Heizwertverlust bedeuten! Eine Abdeckung nach sommerlicher Trocknungsphase ist daher erforderlich.

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    Ratgeber Energieeffizient bauen

    Einen alten Heizkessel auszutauschen macht mehr Sinn, wenn das Haus besser gedämmt ist. Er kann dann kleiner und preiswerter sein.

    Ratgeber zur Energieeffizienz in Neubau und Sanierung erschienen

    Bauherren und Eigentümer wollen den Energieverbrauch ihrer Immobilien senken. Allein bei der Sanierung von alten Mehrfamilienhäusern lassen sich bis zu 60 Prozent der Energie für

    Heizung und Warmwasser einsparen. Bei Neubauten kann man sogar noch mehr gewinnen.

    Die Ingenieure einer Gutachtergruppe der Berliner Solarpraxis AG, haben ihre Ergebnisse in einem Ratgeber zusammengefasst, der sich vor allem an Bauherren und Planer richtet.

    Sie sehen die wichtigste Ursache für Baufehler und ungenutzte Einsparpotenziale in fehlender Informationen und mangelnder Kommunikation der am Bau Beteiligten.

    Die Broschüre kann kostenfrei im Internet unter http://www.energieeffizient-bauen.de oder bei der

    Solarpraxis AG bezogen werden.

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    Restwertpellets

    Restwertpellets werden aus Abfällen in Mühlen hergestellt.

    Sie bestehen aus Mühlenstaub, Kleinkorn oder Spelzen, die zu Pellets verpresst, werden. Sie können ebenso wie Holzpellets in Pelletheizungen verbrannt werden.

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    Rauchgasexplosion

    Eine Rauchgasexplosion (engl. Backdraft) ist ein explosionsartiges Entzünden von Rauchgasen.

    Nach einem Brand in einem geschlossenen Raum verbleiben noch brennbare Gase und Dämpfe (Pyrolyse). Durch langsame Abkühlung des Raumes verlieren diese Gase an Volumen, es entsteht ein Unterdruck. Aufgrund plötzlicher Sauerstoffzufuhr (zum Beispiel beim Öffnen einer Tür) wird durch den Unterdruck frische Luft von außerhalb "angesaugt", das Gemisch ist fortan zündfähig. Wenn nun noch eine Zündquelle vorhanden ist (Glutnester, etc.) explodiert das Gemisch mit zum Teil verheerenden Auswirkungen.

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    Rapsöl

    Rapsöl wird aus den Samen bestimmter, seit 1973 in Deutschland zugelassener, Rapssorten gewonnen.

    Rapsöl nennt man auch Rüböl, Rübsenöl, Kolzaöl oder Kohlsaatöl.

    Neben der Verwendung als Speiseöl findet es auch als Treibstoff und Schmiermittel in der Technik Verwendung. In den vergangenen Jahren nimmt die Bedeutung als Kraftstoff durch die ausgeglichene CO2-Bilanz und der Verteuerung der mineralischen Produkte zu. Kaltgepresstes Rapsöl hat einen mit Dieselkraftstoff vergleichbaren Wärmewert und ist im Gegensatz zu Biodiesel (Rapsmethylesther) schonender für Verbrennungsmotoren.

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    Rohstoffpflanzen

    Rohstoffpflanzen werden auf Grund ihrer Eigenschaften, wie Energiepflanzen, zur Energienutzung bzw. als kostengünstiger und ökologischer Energieträger verwendet.

    Als Energieträger dienen dabei, die getrocknete Pflanze selbst oder die aus ihr gewonnenen Flüssigkeiten oder Gase.

    Rohstoffpflanzen finden aber in noch vielfältiger Art und Weise Verwendung z.B. in der Nahrungsmittelindustrie, in der Chemie, der Textilindustrie uvm.

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    Robinie

    Die Robinie ist im Südosten der USA zu Hause. Das Holz der Robinie wird wegen seiner Härte für Schreinerarbeiten verwendet.

    Als Bauholz wird Robinie auch im Wasserbau und in Bergwerken verwendet.

    Robinie ist einer der kultivierteste Laubbäume für die Bodenverbesserung (Stickstoffeintrag) und Haldenbefestigung

    Aufforstungen zum Zweck der Holzproduktion bestehen vornehmlich in Südosteuropa mit den größten Flächen in Ungarn und Rumänien.

    Trotz seines hohen Heizwertes wird die Robinie kaum als Brennholz auf dem deutschen Markt zu finden sein.

    Heizwert: 2040 kWh/rm

    Übrigens:

    Die Robinie ist die nach Pappeln und Eukalyptus weltweit am häufigsten kultivierte Laubholzart.

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    Rauchgas

    Holz hinterlässt kaum Schadstoffe in der Umwelt und verbrennt CO2-neutral. Es ist außerdem der einzigste feste Brennstoff, der sich regeneriert, also von selber nachwächst. Es gibt aber auch Heizeinsätze für Kohlebefeuerung.

    Kohle benötigt in der Regel mehr Verbrennungsluft und hinterlässt mehr Asche. Darum wird von der Industrie und den Umweltverbänden der Brennstoff Holz bevorzugt. Das Holz sollte abgelagert sein, in der Regel mind. 6 Monate, damit es ausreichend trocken ist.(Lagerung) Nicht zu empfehlen ist die Verbrennung von Steinkohle und Anthrazit, da hier sehr hohe Temperaturen die Lebensdauer Ihres Kachelofens/Kamins minimieren und zu Schäden an der Anlage führen können.

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    Roter Hahn

    Der "Rote Hahn" ist eine Markengemeinschaft von ausgewählten Handwerksmeistern,

    In der Markengemeinschaft Roter Hahn haben sich deutschlandweit ausgesuchte Meisterbetriebe zusammengeschlossen, um den Menschen mit ihrer Handwerkskunst angenehme behagliche Wärme und schöne gemütliche Atmosphäre in die Wohnräume zu zaubern. Denn nur die Meister ihres Faches bieten bei Beratung, Planung und Ausführung höchste Qualität und maximalen Sicherheitsstandard. Der Grundsatz aller Mitgliedsbetriebe des Roten Hahns: Die einzigartige Kombination von traditioneller Handwerkskunst, individueller Planung und innovativer Technik. Alle Ofenbauer arbeiten mit hoher Kompetenz und viel Herzblut an der Spitze der technologischen Möglichkeiten.

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    Schamotte

    Schamotte ist ein feuerfester natürlicher Werkstoff für Feuerraum und Speichermasse.

    Auch mechanisch sind Schamotte gut belastbar. Unterschiedliche Qualitäten gibt es in Dichte und Temperaturbeständigkeit.

    Ein Gemisch aus Ton, Schieferton oder Kaolin ist das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Schamotte. Gebrannt wird mindestens bis zum vollständigen Wasserverlust, meist jedoch bis zur Sinterung in Schacht- oder Drehrohröfen bei Temperaturen von 1.000 bis 1.500 °C.

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    Schornstein

    Ohne einen Schornstein geht nichts. Er ist der "Motor" jedes Ofens.

    Hier gilt es besonders zu beachten:

    Kein Ofen "zieht", "zieht schlecht" oder "zieht gut"

    In einem Feuerraum entstehen zwar die Heizgase doch benötigt dieser Feuerraum einen Mindest - Unterdruck (Saugzug), um seine Heizgase nach außen zu befördern.

    Der Schornsteinquerschnitt steht in einem festen Verhältnis zur "wirksamen" Höhe.

    Genaue Berechnungen bekommen Sie bei Ihrem Fachbetrieb. Als Faustregel für den problemlosen Betrieb gilt jedoch eine Mindestschornsteinhöhe von 4,5 m. Bei Kachelöfen und Kaminöfen wird eine Durchmesser von 160 bis 180 mm empfohlen. Für offene Kamine, je nach Feuerraumöffnung, 250 mm - 350 mm Durchmesser, da hier nicht nur die Heizgasmenge sondern die, über die große Öffnung der Feuerstelle angesaugte, Raumluft mit befördert werden muss.

    Übrigens wird der Schornstein/Schlot in Österreich und Bayern Rauchfang oder Kamin, in ostmitteldeutsch Esse und in der Schweiz Chämi genannt.

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    Speckstein

    Speckstein, ist ein Naturstein mit einer sehr hohen Rohdichte und wird deshalb gerne als Speichermasse verwendet.

    Bevorzugt als Verkleidung von Öfen, aber leider nur in den Farben grau erhältlich. Wem dies nicht gefällt, kann dieses Material auch verputzt oder verblendet aufbauen lassen.

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    Speicherkachelofen (Grundofen)

    Als Speicherkachelofen bezeichnet man eine Kachelofen - Bauart, bei der die im Feuerraum freigesetzte Energie verzögert über Stunden an den Raum abgegeben wird.

    Geheizt wird in einem gemauerten Feuerraum. Die Rauchgase ziehen durch Kanäle des "Wärmeklotzes", der so wie ein "Wärmeakku" aufgeladen wird, um dann wieder langsam diese Energieladung über seine Oberfläche als milde Strahlungswärme zu "verlieren". Die Heizleistung wird vom Ofenbauer bei der Planung über die Ofenoberfläche und Oberflächentemperatur bestimmt. Die Speicherleistung wird durch das Gewicht beeinflusst.

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    Schornsteinzug

    Dieser wichtige natürliche Unterdruck, auch "Schornsteinzug" genannt, entsteht durch die Differenz zwischen der Außentemperatur (Schornsteinkopf) und Raumtemperatur (Schornsteineintritt).

    In der Regel ist es innen deutlich wärmer als außen und so entsteht eine Thermik oder Druckdifferenz (Strömung) die von unten nach oben geht. Es strömt in Richtung Schornsteinkopf und nimmt die Rauchgase mit der Strömung mit nach außen.

    Sind zu große "Wiederstände" zwischen Feuerraum und Kamineintritt z. B. zu lange keramische Züge, kann der notwendige "Zug" oder Unterdruck nicht bis zum Feuerraum ankommen und es tritt Qualm in den Raum.

    Andererseits kann es anstelle eines Unterdrucks auch einen Überdruck ergeben. Dies gibt es z.B. an warmen Sommertagen an denen der Schornsteinkopf von der Sonne aufgeheizt wird und so die Schornsteinmündung wärmer ist als der Eintritt im Wohnraum. Die Thermik läuft umgekehrt (Überdruck). Hier hilft oft nur das (verbotene) Aufheizen am Schornstein-/Reinigungsverschluss mit einem Papierfeuer, um die Strömung umzukehren.

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    Schwelbrand

    Als Schwelbrand bezeichnet man eine unvollständige Verbrennung, die meistens durch ungeeigneten (feuchten) Brennstoff oder durch Drosseln der Verbrennungsluft erzeugt wird.

    Bei einem Schwelbrand entstehen durch Pyrolyse brennbare Gase und Dämpfe sowie un- oder teilverbrannte Folgeprodukte, von denen viele stark giftig oder krebserregend sind.

    Typische Fälle von Schwelbränden sind Formen des Rauchens in der Heiztechnik und Müllverbrennung (soweit es sich nicht um Ruße oder Wasserdampf handelt), die Köhlerei (die Herstellung von Holzkohle oder Koks), der Abrand von Räucherwerk oder von pyrotechnischen Rauchmitteln, oder das Tabakrauchen.

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    Speicherkamin

    Ein Speicherkamin ist eine meistens mit Keramikglas geschlossene Feuerstelle, die Heizgase aus dem Feuerraum nicht direkt in den Schornstein schickt, sondern eine keramische Speichermasse aufheizt.

    Mit dieser Lösung wird der höchste Wirkungsgrad bei Kaminen erreicht, d.h. wenn das Feuer aus ist, spürt man noch über Stunden milde Strahlungswärme.

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    Speichermasse

    Die Speichermasse dient dazu, momentan nicht benötigte Energieerträge abzuspeichern und bei Bedarf wieder zu verteilen.

    Im Kachelofen wird als Speichermasse das keramische Zugsystem eingesetzt, das die Wärme je nach Bauweise verzögert an den Aufstellraum abgibt (siehe keramische Züge). Bei Kesselgeräten wird zusätzlich ein Pufferspeicher eingesetzt. Der isolierte Pufferspeicher ist die Standardlösung im Heizungsbau. Auch mit dieser Speichermasse wird das während des Abbrandes überschüssig erzeugte Heizwasser zwischengelagert und bedarfsgerecht über das Heizungssystem in die einzelnen Räume transportiert.

    Um 100 l Wasser um 10 C zu erwärmen, benötigt man eine Wärmemenge von 1,16 kWh. Um einen 750l-Speicher von 30 C auf 80 C komplett aufzuladen, benötigt man dementsprechend eine Wärmemenge von 43,4 kWh. Dies entspricht dem Energieinhalt einer Holzmenge von ca. 11 kg.

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    Strahlungswärme

    Mit Strahlungswärme bezeichnet man die Wärmestrahlen, bzw. die langwelligen Infrarotstrahlen von aufgeheizten Massekörpern.

    Die Strahlung erwärmt nicht die Luft, sondern nur "Körper", auf die sie trifft. Dies können "tote" Gegenstände wie Möbel oder Wände oder "lebende" wie Mensch, Tiere und Pflanzen" sein. Es ist zu vergleichen mit der Wärmestrahlung der Sonne. Im Klima der Wärmestrahlung wird das höchste Wärme-Wohlbefinden erreicht. Dabei ist es wichtig, dass die "Strahlkörper" mit milder Wärme abstrahlen. Eine Oberflächentemperatur zwischen 40C und 65C wird am angenehmsten empfunden. Wärmestrahlung aus dem Feuerraum über heute übliche Keramikscheiben wirken dagegen wie harte Punktstrahler von 200C bis 400C und sollten nicht direkt auf Sitzbereiche des Menschen gerichtet sein. Speicheröfen/Grundöfen und Speicherkamine gelten als die typischen Vertreter für Strahlungswärme, da hier meistens auch genügend Masse zur Verfügung steht, um langanhaltende milde Strahlungswärme über einen längeren Zeitraum zu erzeugen.

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    Stärke- und Zuckerpflanzen

    Aus Stärke- und Zuckerpflanzen gewonnene Kohlenhydrate werden durch Fermentation (Gärung) zu Akohol bzw. Ethanol umgewandelt.

    Als Bioethanol bezeichnet man Ethanol, das ausschließlich aus regenerativer Biomasse hergestellt wurde. Chemisch gesehen gibt es keinen Unterschied zwischen Bioethanol und anders hergestelltem Ethanol.

    Als Brennstoff wird Ethanol in Form von Brennspiritus verwendet, beispielsweise für Rechauds sowie Camping- und Expeditionskocher.

    Ethanol wird auch als Kraftstoff bei Verbrennungsmotoren immer wichtiger.

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    Stapeln von Holz

    Holz, das gestapelt werden soll, muss gespalten sein.

    Vor der ersten Schicht Holz, sollten ein paar Stangen auf den Boden gelegt werden, damit es nicht mit der feuchten Erde in Berührung kommt. Der Stapel sollte einen sonnigen, trockenen Platz bekommen. Die Rinde wird nach unten gelegt, damit das Holz nicht fault. Die Zwischenräume sollten so groß sein, dass eine Maus noch durchschlüpfen kann. Der Stapel wird mit einer Plane abgedeckt, um ihn gegen Regen zu schützen. Die Seiten sollten frei bleiben, um eine bessere Trocknung zu ermöglichen.

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    Strohpellets

    Strohpellets dienen als erneuerbarer Energieträger (Bioenergie) und als Einstreu für Stall- und Haustiere.

    Zur Herstellung der knapp zentimeterdicken und wenige Zentimeter langen Pellets (von englisch: pellet = Kügelchen, Pille) wird Stroh sehr fein gehäckselt, leicht befeuchtet und in üblichen Maschinen für Futterpellets gepresst.

    Eine Tonne Strohpellets besitzt einen Heizwert von etwa 5000 kWh. Mit speziellen Heizanlagen, bei denen die Pellets computergesteuert über eine Schnecke in den Brennraum befördert werden, können sie annähernd ähnlich komfortabel wie Öl oder Gas zur Gebäudeheizung eingesetzt werden. Der Preis der Pellets entspricht 2005 einem Heizölpreis von ca. 0,24 bis 0,28 Euro je Liter.

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    Sägewerksrestholz

    Sägewerksrestholz sind Stammteile, die von Holz- oder Möbelindustrie nicht nutzbar sind.

    Sie werden im Sägewerk beim Sägen direkt zerkleinert und liefern Stückgrößen von 10 - 50 mm. Diese Stücke nennt man Hackschnitzel. Sie werden mit der sogenannten Spanertechnik im Sägewerk als Abfall hergestellt. Der Spananteil beträgt 40% vom eingesetzten Rundholz. Die Hackschnitzel können als Rinde als auch rindenfrei anfallen. Der Wassergehalt liegt je nach Behandlung des Ausgangsmaterials zwischen 60% sägefrisch, bis 8% bei technisch getrocknetem Holz.

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    Schwedenfeuer

    Schwedenfeuer nennt man den über Kreuz 2x längsgeschlitzten ca. 1 m langen, trockenen Baumstamm aus Weichholz. Er spendet Wärme, erhellt die Dunkelheit und das Gemüt und er brennt fast bis zum Ende der Luftschlitze ab.

    Es wurde im Dreißigjährigen Krieg in Europa bekannt und wird heute bei Freizeitaktivitäten (vor allem im süddeutschen Raum) und auch von Waldarbeitern genutzt.

    Im Gegensatz zum Lagerfeuer hat es den Vorteil das es kompakter ist, aber mehr Aufwand benötigt.

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    Scheidlknien

    Scheidlknien ist ein bayrischer Brauch, um Abbitte zu leisten.

    Manchmal muss der Bräutigam nach der Brautentführung auf einem Scheit Holz knien.

    Auch bei Vereinsweihen wird dieser Brauch durch den Vereinsvorstand durchgeführt, um damit um Paten zu bitten.

    Ein pfiffiger Gastwirt hat diesen Brauch aufgenommen. Im Holzscheidl können die Eröffnungsgäste mit der Tortur auch etwas gewinnen. “Wer es am längsten aushält, bekommt ein 25-Liter-Fassl Bier.

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    Trocknung von Holz

    Die richtige Trocknung von Holz sichert den Heizwert.

    Beim Heizen mit frischem Holz ist es mit der Gemütlichkeit des Feuers schnell vorbei. Beißender Rauch verbreitet sich, der Ofen spendet nicht die gewünschte Wärme und verschleißt schnell.

    Neueste Erkenntnisse aus dem Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe in Straubing haben ergeben, dass alle Holzarten ein Jahr zur Trocknung benötigen. Entscheidend ist die Länge des Holzes, ob gespalten oder nicht.

    Schneller trocken wird das Holz also in kurzen gespaltenen Stücken, die an einem gut belüfteten Ort gelagert werden. Ab September sollte es zusätzlich noch gegen Feuchtigkeit geschützt werden.

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    Thermostat

    Ein Thermostat ist ein Temperaturregler.

    Dieser Temperaturregler der abhängig von der Umgebungstemperatur mit Hilfe von mechanischen oder elektronischen Schaltungen über ein Ventil einen niedrigeren oder höheren Durchfluss gewährt, findet Verwendung z.B. Heizung, Kühlkreislauf, Mischbatterie an Dusche oder Badewanne und Backofenthermostat.

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    Temperatur

    Die Temperatur ist eine physikalische Zustandsgröße, die von Organismen als Wärme beziehungsweise Kälte empfunden wird.

    Hohe Temperaturen bezeichnet man als heiß, niedrige als kalt. Tatsächlich jedoch beschreibt die Temperatur die mittlere kinetische Energie pro Teilchen und "Bewegungstyp". Die Bewegungstypen, Freiheitsgrade genannt, setzen sich zusammen aus den drei Bewegungen entlang der Raumachsen, den möglichen Drehbewegungen, sowie den Schwingungsmöglichkeiten der Teilchen. Die Temperatur ist eine makroskopische, intensive und damit phänomenologische Größe und verliert bei Betrachtungen auf Teilchenebene ihren Sinn.

    Die Werte der Temperatur werden meistens in der Maßeinheit "Grad" angegeben, wobei verschiedene empirische Temperaturskalen üblich sind, wie Celsius und Kelvin. Als Ausgangswerte für deren Einteilung und den Nullpunkt verwendet man die Übergangstemperatur chemisch reiner Stoffe von einem Aggregatzustand in einen anderen, z. B. den Siedepunkt des Wassers oder den Schmelzpunkt von Eis bei Normaldruck.

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    Umwelt und Holzverbrennung

    Der natürliche Rohstoff Holz hinterläßt keine Abfälle.

    Alle Nebenprodukte, die bei der Verarbeitung von Holz entstehen, sind Ausgangsmaterial für Gartenbau, Holzwerkstoff- und die Zellstoffindustrie.

    Die Nachhaltigkeit der Wälder in Deutschland ist die durch Bundesgesetze gesichert. Holz,das geschlagen wird, muss in gleicher Menge neu angepflanzt werden.

    Während der Wachstumsphase des Baumes bindet er Kohlenstoffdioxid (Photosynthese). Bei der Be- und Verarbeitung, auch bei der Verbrennung wird diese Energie ausgestoßen. Man spricht bei Holz von einem Rohstoff mit einer ausgeglichenen Co2 - Bilanz.

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    Verbrennungstipps

    Damit beim Verbrennen von Holz die optimale Heizwirkung erzielt und die Umwelt möglichst wenig geschädigt wird, sollten man einige Punkte beachten.

    Nur naturbelassenes Holz verbrennen

    Das Holz darf nicht behandelt sein - also nicht lackiert, imprägniert, lasiert oder mit Kunststoff beschichtet. Die dafür verwendeten Substanzen erzeugen bei der Verbrennung gesundheits- und umweltschädliche Schadstoffe.

    Nur trockenes Holz verwenden

    Frisches Holz enthält 60 Prozent Wasser und hat deshalb nur einen relativ geringen Heizwert - rund zwei kWh/kg. Trockenes Holz dagegen enthält nur noch 12- 20 Prozent Wasser. Das verdoppelt den Heizwert. Entscheidend für einen optimalen Trocknungsprozess ist die richtige Lagerung. Brennholz lagert an einem luftigen, sonnigen und trockenen Ort - mit einer Hand breit Abstand zwischen den Stapeln.

    Manche Hölzer brauchen zum Trocknen länger als andere

    Während Pappel und Fichte schon nach einem Jahr trocken sind, benötigen Linde, Erle und Birke eineinhalb, Buche, Esche und Obstbäume sogar zwei Jahre Lagerzeit.

    Hölzer mit hohem Heizwert verwenden

    Bezogen auf das Gewicht ist der Heizwert weitgehend unabhängig von der Holzsorte. Allerdings wird Holz meist nach dem Volumen in so genannten Festmetern gemessen. Da die Dichte von Holz recht unterschiedlich sein kann, ist hier Vorsicht geboten: Kiefer und Fichte haben einen geringen Heizwert. Buche und Obsthölzer einen höheren.

    Rauch vermeiden

    Sorgen Sie für ausreichende Luftzufuhr, denn umweltschädlicher Rauch entsteht bei unvollständiger Verbrennung. Wenn die im Holz enthaltenen Gase nicht verbrennen können, entstehen zusätzliche Schadstoffe.

    Die Feuerstelle sauber halten

    Verschmutzungen behindern oft den ausreichenden Zustrom von Luft. Öfen und Heizkessel mit einer Wärmeleistung von weniger als 15 Kilowatt unterliegen nach den gesetzlichen Vorschriften keinen Emissionsgrenzwerten für Staub und Kohlenmonoxid. Sie müssen lediglich raucharm betrieben werden. Eine saubere Verbrennung erkennt man am klaren Abgas über dem Kamin und einer feinen, weißen Asche.

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    Verbrennungsluft

    1kg Holz benötigt rechnerisch ca. 4 m3 Verbrennungsluft. Gute Holzöfen werden mit einem doppelten Luftüberschuss, also 8 bis 10 m3 pro kg, Holz betrieben.

    Die exakte Einstellung der Verbrennungsluft ist maßgeblich für einen hohen Wirkungsgrad und geringe Emissionen verantwortlich. Die Verbrennungsluft muss nach erfolgtem Abbrand ganz geschlossen werden, da sonst die weiter durchströmende Raumluft die Wärme wieder über den Kamin rausträgt.

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    Wärmebedarf

    Jeder Mensch hat seinen eigenen Wärmebedarf, bei dem er sich wohlfühlt.

    Zur Optimierung einer Heizungsanlage wird hier eine Größeneinheit in kW berechnet. Sie sagt aus wieviel Energie einem Raum/Haus stündlich zugeführt werden muss, um bei einer Außentemperatur von z. B -15C eine gewünschte Raumtemperatur von z.B. + 20C zu halten. Hat ein Wohnraum einen Wärmebedarf von 3 kW so muss jede Stunde 3 kWh zugeführt werden, um den gewünschten Heizeffekt zu erreichen. Für 24 Std. müssen also 24 mal 3 = 72 kWh bereitgestellt werden. Dies entspricht ca. einem Heizwert von 20 kg trockenen Scheitholz in einem Ofen mit einem Wirkungsgrad von 85%.

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    Warmluftkachelofen

    Eine Kachelofen - Bauart, bei der die im Feuerraum freigesetzte Energie sofort in Heizleistung umgesetzt wird.

    In der "Ofenhülle" wird ein freistehender gusseisener Heizeinsatz mit danebenstehender, metallischer Nachheizfläche aufgestellt an dem sich die Raumluft erwärmt und als Warmluft über Gitter in den Raum austritt.

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    Wirkungsgrad

    Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis zwischen freigesetzter Energiemenge und der dem Ofen zugeführten Wärmemenge.

    Wird bei der Verbrennung von z.B. 10 kg Holz eine Energiemenge von 40 kWh Energie freigesetzt und hat die Anlage einen Wirkungsgrad von 85% , so werden 34 kWh dem Raum zugeführt.

    Wirkungsgradverluste setzten sich aus "Unverbranntem" (bei einer unvollständigen Verbrennung) und Abgasverlusten zusammen. Das heißt desto höher man mit der Abgastemperatur in den Schornstein geht, desto weniger kann man dem Raum zuführen. Eine Mindesttemperatur ist jedoch notwendig, damit der Kamin funktioniert. Bei guten Kachelöfen wird von einem 80 - 90 %igen Wirkungsgrad ausgegangen. Offene Kamine 10 - 20%, Heizkamine und Kaminöfen können 40 - 70 % erreichen.

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    Wärmeübertragung

    Energie wird durch Abstrahlung der Verbrennungszone an "Massekörper" und bei Heizgasen durch "vorbeistreichen" an Flächen bzw. durch "Reibung" übertragen.

    Metallische Flächen leiten dabei schneller ab und gelten als "flinker Wärmetauscher" keramische Massen wie Schamotte "träge Wärmetauscher".

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    Warmluft

    Warmluft wird erzeugt, in dem sich kühlere Raumluft an heißen Oberflächen erwärmt.

    Meist bei Kaminöfen, Heizkaminen und Warmluftkachelöfen.

    Mit dem Warmluftprinzip wird die Raumluft im "Umwälzverfahren" erwärmt. Damit kann ein großes Raumvolumen beheizt werden. Trockene Luft und Staubumwälzung können ein geringeres Wärme -Behagen auslösen. Die Gefahr eines "Überheizen" der Räume ist groß. Bei Öfen mit zu heißen Metallflächen besteht die Gefahr einer Staubverschwelung.

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    Wirbelschichtfeuerung

    Bei der Wirbelschichtfeuerung wird die heiße Verbrennungsluft durch ein Gitter in eine Wirbelschichtkammer geblasen.

    Die auf dem Gitter liegenden feinen Partikel werden aufgewirbelt.

    Die Verwirbelung der Partikel dient einer Verbesserung des Wärmeübergangs der Verbrennungsluft auf die durch die Kammer führenden Rohre und das darin strömende Wasser bzw. den Heizdampf. Dieser verbesserte Wärmeübergang führt zu einer effizienteren Verbrennung mit besserem Gesamtwirkungsgrad.

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    Wassergehalt - Heizwert

    Der Wassergehalt ist die wesentliche Einflussgröße, die den Heizwert biogener Festbrennstoffe bestimmt.

    Da wasserfreie Biomasse in der Natur praktisch nicht vorkommt, müssen stets mehr oder weniger große Mengen Feuchtigkeit während der Verbrennung verdunsten. Die hierfür benötigte Wärme wird der dabei freigesetzten Energie entnommen und mindert dadurch die Nettoenergieausbeute, wenn - und das ist der Regelfall - keine Rückkondensation des entstandenen Wasserdampfes im Abgas durch eine Abgaskondensationsanlage realisiert wird.

    Dieser Einfluss des Wassergehaltes auf den Heizwert lässt sich nach Gleichung (1) bestimmen. Dabei ist Hu (w) der Heizwert des Holzes (in MJ/kg) bei einem bestimmten Wassergehalt w, Hu /wri ist der Heizwert der Holztrockenmasse im „wasserfreien" (trockenen) Zustand, und die Konstante 2,44 ist die Verdampfungswärme des Wassers in MJ/kg, bezogen auf25°C.

    H u(w) = Hu(wf) * (100 -w) - 2,44 w / 100 (1)

    Demnach nimmt beispielsweise der Heizwert von Holz (ca. 18,5 MJ/kg) mit zunehmendem Wassergehalt bzw. ansteigender Brennstoff-Feuchte linear ab; er ist bei rund 88 % Wassergehalt bzw. etwa 730 % „Brennstoff-Feuchte" gleich null.

    In der Praxis wird oft irrtümlich angenommen, dass mit der Trocknung des Brennstoffs eine proportional zum Heizwert steigende Netto-Energiemenge zur Verfügung steht. Tatsächlich jedoch ist der Gewinn an Brennstoffenergie relativ gering, da ja mit der Trocknung nicht nur der Heizwert steigt, sondern auch die Gesamtmasse an Brennstoff sinkt.

    Typische Wassergehalte von Brennstoffen:

    Üblicherweise kann bei luftgetrocknetem Holz oder Stroh von Wassergehalten zwischen 12 und 20% axisgegangen werden; nach Gleichung (1) resultiert daraus ein Heizwert zwischen 13 und 16 MJ/kg. Bei waldfrischem Holz, Rinde oder Holz aus Kurzumtriebsplantagen kann der Wassergehalt aber auch bei 50 % und mehr liegen; entsprechend geringer ist dann der Heizwert.

    Der Wassergehalt der Festbrennstoffe schwankt - bezogen auf die gesamte Masse - zwischen ca. 10 und 65 %. Waldfrisches Holz liegt je nach Baumart, Alter und Jahreszeit zwischen 45 und 60%. Im Gleichgewichtszustand schwankt der Wassergehalt von „lufttrockenem" Holz - je nach Jahreszeit - etwa zwischen 12 und 18 %. Normgerechte Holzpresslinge nach DIN 51 731 /4-5/ haben einen Wassergehalt von maximal 12 % bzw. nach ÖNORM /4-16/ von maximal 10 %.

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    Waldholzhackschnitzel

    Waldholzhackschnitzel werden aus Rundhölzern schlechter Qualität entweder direkt im Wald oder auf einem zentralen Hackplatz hergestellt.

    Die Hackschnitzel werden entweder als geschnittenes Holz vorgetrocknet und dann gehackt oder direkt bei der Holzernte gehackt und dann in Hallen getrocknet.

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    Zypresse

    Das Holz der Zypresse ist hart, eng-fasrig, von einer feinen rötlichen Farbe, und sehr haltbar.

    Während der Antike wurde es für Pfosten, Dachsparren, Balken und für die konstruktion von Weinpressen, Tischen und Musikinstrumenten verwendet.

    Übrigens:

    Zypressenholz war in der Antike so wertvoll, dass eine Zypressenplantage als zureichende Mitgift für eine Tochter galt.

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    Zündhölzer

    Mit Schwefel getränkte Kiefernhölzchen gab es in China spätestens um 950.

    Ein Streichholz oder Zündholz ist ein Holzstäbchen zum Anfachen von Feuer. Durch Reiben des Zündkopfes an einer Reibefläche entzündet er sich und bringt damit das Holzstäbchen zum Feuer.

    Die ersten praktisch einsetzbaren Streichhölzer kamen Anfang des 19. Jahrhunderts auf den Markt.

    Die Voraussetzungen zur Entwicklung der Streichhölzer waren die Entdeckung des weißen Phosphors durch Aufarbeitung von Harn 1669 und des Kaliumchlorats 1786.

    1844 wurde der weiße Phosphor vollständig durch roten Phosphor ersetzt. Die Separierung des Phosphors aus den Zündköpfen in die Reibfläche führte 1850 zur Entwicklung der Sicherheitszündhölzer.

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    Zündhilfen

    Papierabfälle oder Zeitungen eignen sich nicht zum Anzünden eines Kamins.

    Verwenden Sie kleingespaltenes, aufgeschichtetes Holz oder natürliche Anzündhilfen. Beim "Anzünden" gilt die Regel, so schnell wie möglich ein kräftiges Holzfeuer entwickeln. Apfelsinenschalen eignen sich frisch getrocknet hervorragend als Feueranzünder.

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